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Foz do Iguaçu

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Die Wasserfälle von Iguaçú sind für viele Brasilienbesucher die grösste Attraktion überhaupt: Sie werden vom Fluss gleichen Namens gespeist - entdeckt hat sie der Spanier Alvaro Nuñes, im Jahr 1542, der in die Geschichte als Cabeça de Vaca (Kuhkopf) eingegangen ist. Er nannte die Fälle Saltos de Santa Maria - dieser Name verlor sich jedoch im Lauf der Geschichte, und man übernahm die Bezeichnung Iguaçú von den lokalen Tupi-Guaraní-Indianern, die in dem "Grossen Wasser" als heilige Begräbnisstätte, ihre Toten versenkten.

Der Rio Iguaçú entspringt unweit von Curitiba in dem Küstengebirge Serra do Mar, auf einer relativ bescheidenen Höhe von 1.300 Metern und fliesst über eine Länge von 1.320 km von Ost nach West dem Rio Paraná zu. Unterwegs nimmt er das Wasser von mehreren Dutzend Nebenflüssen auf, und 15 km vor seiner Einmündung stürzt er, inmitten eines 250.000 Hektar grossen Urwaldgebietes, mit grossem Getöse über ein hufeisenförmiges Felsenrund von 2.700 Metern Ausdehnung. Der Fluss teilt sich in 20 grosse und über 250 kleinere Fälle, die durchschnittlich ca. 1750 Kubikmeter pro Sekunde an Wasservolumen über die Felsenterassen transportieren. Die Iguaçu-Fälle sind in Ihrer Ausdehnung breiter als die Victoria-Fälle, höher als die des Niagara und schöner als beide. Weder Worte noch Fotos werden ihnen gerecht - man muss sie gesehen und gehört haben.

Das Urwaldgebiet rund um die Fälle - insgesamt 250.000 Hektar schönsten tropischen Regenwaldes, eine der grössten Waldreserven Südamerikas - wurde als Parque Nacional de Iguaçú (185.000 ha), auf der brasilianischen Seite, und als Parque Nacional Iguazu (65.000 ha), auf der argentinischen, bereits 1939 unter Naturschutz gestellt. Im Jahre 1986 wurde das Gebiet von der UNESCO - zusammen mit dem Pantanal - zum Heritage of Mankind erklärt. Das einzigartige Naturschauspiel wird jährlich von über 1,5 Millionen Besuchern aus aller Welt bewundert.

Die Iguaçu-Fälle bilden eine natürliche Grenze zwischen Brasilien und Argentinien. Allerdings entfällt das grössere Stück der Fälle auf Argentinien - deshalb sollte man, um die Wasserfälle auch in ihrem Gesamt gesehen zu haben, auf beiden Seiten gewesen sein. Von der brasilianischen Seite aus bekommt man einen besseren Gesamteindruck, während man auf der argentinischen Seite näher an sie herankommt. Die beste Zeit, sich die Fälle anzusehen, ist von August bis November. Von Mai bis Juli sind sie zwar gewaltig, durch ihr Hochwasser, man kommt aber aus demselben Grund nicht nahe genug an sie heran. 

Die brasilianische Seite der Wasserfälle ist, wie gesagt, die in ihrem Gesamtbild imposantere: Man hat von hier einen Blick auf den schäumenden unteren Rio Iguaçú und hinauf zur herabstürzenden 800 Meter breiten Wasserfall-Front. Der brasilianische Park rundherum ist mit 1.850 Quadratkilometern, gegenüber dem argentinischen mit nur 650 Quadratkilometern, zwar der grössere, aber der argentinische ist in einem besseren Zustand. Wenn Sie Mut haben, dann leisten Sie sich einen Helikopter-Rundflug über den Fällen: Überwältigende Eindrücke während dieses 8-Minuten-Vergnügens in der Luft erwarten Sie.

Die argentinische Seite der Wasserfälle ist dafür bekannt, dass man hier die Fälle nicht nur aus nächster Nähe betrachten, sondern auch zwischen ihnen spazieren gehen kann. Die Gesamtausdehnung der hufeisenförmigen Wasserfall-Front auf argentinischer Seite beträgt 1.900 Meter, sodass sich insgesamt - auf brasilianischer und argentinischer Seite - eine Wasserfall-Front von 2.700 Metern ergibt! Es gibt im argentinischen Park drei Wanderwege, von denen man sich den zur Garganta del Diablo, dem Teufelsschlund, wegen des dramatischen Effekts bis zum Schluss aufsparen sollte: über ein System von Holzstegen gelangt man zu einem Kessel, in den 14 gewaltige Fälle Wasser in 90 Meter Tiefe hinabschleudern. Man steht dicht über diesem Abgrund - die Aus- beziehungsweise Einsicht ist hypnotisierend: das Donnern im Ohr - riesige Regenbögen vor Augen - alles durchnässender Dunst - ein urgewaltiges Schauspiel. 

Flora und Fauna

borboletaDie Flora im Nationalpark von Iguaçú setzt sich grundsätzlich aus zwei Vegetations-Gruppen zusammen: dem stationären tropischen Regenwald und dem Araukarien-Wald. Die Fauna ist von repräsentativem Charakter: mehr als 200 Vogelarten, vertreten durch Papageien, Tukane, Falken, Kolibris, Jabiru-Störche - unter ihnen so seltene Arten wie der Arara-Canindé oder der Papagaio-de-peito-roxo, der Gavião-pega-macaco oder die Tauchente. Hier hat man allein 257 Schmetterlingsarten identifiziert, 18 Fisch-Arten, 12 Amphibien-Arten, 41 Schlangen-Arten, 8 Eidechsen-Arten, 3 Leguan-Arten und 45 Arten von Säugetieren. Unter den Säugetieren sind auch so gefährdete Arten wie der gefleckte Jaguar (Panthera onca) und der Puma (Puma concolor), Raubtiere, die einen relativ grossen Lebensraum beanspruchen und die in diesem Park das letzte Refugium dieser Region gefunden haben. 

Im Jahr 2.000 trat eine völlig neue Besuchs-Struktur des Parque Nacional do Iguaçú in Kraft, die dem Besucher mehr Sicherheit und Qualität des Service garantiert und gleichzeitig beabsichtigt, den Besucher für den Umweltschutz zu motivieren und zu erziehen. 

 

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